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Die
Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).

Chronische BAUCHSCHMERZEN

Wer zahlt eine erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern, sofern die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist auch zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".  
Hinzu kommt seit dem 1.4.2007, daß alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst aussuchen können.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die "Behandlungen der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. Wiedereingliederung ins Berufsleben dienen". Wenn also Ihre Rentenversicherung in diesem Sinne laut Bescheid keinen Handlungsbedarf sieht, dann ist Ihre Krankenkasse für die Kostenübernahme der stationären Rehabilitation zuständig. - Die Originaltexte finden Sie hier:
Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums

Bauchschmerzen, die von den Eingew eiden ausgehen, werden als dumpf und tief im Innern des Körpers empfunden. Sie sind schlecht lokalisierbar. Für Bauchschmerzen wird manchmal auch der Begriff "Eingew eideschmerzen" verwendet. Haben Bauchschmerzen ihren Ursprung im Verdauungstrakt (= Magen /Darm), so werden sie häufiger auch als Intestinalschmerz en bezeichnet. Bauchschmerzen sind öfters von vegetativen Reaktionen (z.B. Schwitzen, Übelkeit, Pulsbeschleunigung) begleitet. 

Akute (= frisch aufgetretene) Bauchschmerzen können vielerlei Ursachen haben. Meist gehen Sie von Organen des Bauchraumes aus (M agen, Da rm, Galle, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter usw.). 

Folgende Krankheitsbilder sind häufiger Anlaß, wegen anhaltenden oder immer wiederkehrenden Bauchschmerzen (chronische) einen Schmerztherapeuten aufzusuchen:

  1. Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Kolonmukosa (= Schleimhaut des Dickdarms), die Krankheitsursache ist weitgehend ungeklärt. Betroffen ist häufig der entferntere Dickdarmanteil, bei ca. 20% auch das Kolo n transversum (= querliegender Dickdarmanteil) bzw. das gesamte Kolo n (= Dickdarm) (Pancolitis). 
    Symptome
    (= Krankheitszeichen): Blutung aus dem Enddarm, Durchfälle und chronische Bauchschmerzen
    Die Verlaufsformen werden unterschieden als rezidivierender
    (= immer wiederkehrender), chronischer (= schleichender, von langer Dauer) und fulminanter (= blitzartig einsetzender) Typ, letzterer mit Komplikationen wie Perforation (= Durchbruch in die Bau chhöhle) oder toxisches Megakolon (= abnorme Weitstellung hervorgerufen durch giftige Stoffe).
  2. Bei der Crohn Krankheit handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die alle Abschnitte des M agen- Da rm-Traktes betreffen kann, am häufigsten das terminale Ileu m (= unteres Ende des Dünndarms) (80%) und in ca. 50% das Kolo n (= Dickdar m) zusammen mit dem terminalem Ileum. Die Patienten klagen über Bauchschmerzen (chronische), Durchfälle, Gewichtsverlust und haben im akuten Schub Fieber. 
    Ein chirurgischer Eingriff
    (= Operation) ist bei ca. 90% der Patienten im Verlauf der Erkrankung notwendig, z.B. Kolo n- oder Rektumresektion (= Entfernung des Dick- oder Enddarms).
  3. Beim Colon irritable, auch Reizkolon bzw. Reizdarm genannt, besteht eine Anfälligkeit des Dickdarms gegenüber verschiedensten Schädlichkeiten, oft als Folge infektiöser (= ansteckungsfähiger, ansteckender, übertragbarer) oder parasitärer (= verursacht durch ein- oder mehrzellige Pflanze oder Tier als Lebewesen, das sich auf oder in  einem anderen Lebewesen  auf dessen Kosten ernährt) Kolitis (= Dickdarmentzündung), aber auch psychosomatisch, bei Allergie usw..
    Krankheitszeichen: hartnäckige funktionelle Störungen des Dickdarms, (chronische) Bauchschmerzen, Völlegefühl, Rumoren, Blähungen, Störungen des Stuhlgangs (Wechsel Durchfälle/Obstipation
    (= Stuhlverstopfung)).
  4. Auch der sog. Verwachsungsbauch geht mit Bauchschmerzen (chronische) einher. Vorangegangen ist eine Ba uchoperation, meist aber mehrere. Es liegen entzündlich bedingte, flächenhafte oder strangförmige, nach Verklebung durch Fibrin entstandene, bindegewebige Verwachsung aneinanderliegender, Serosa- (= Hüllschicht) überzogener Organabschnitte vor.
  5. Tumore bzw. Metastasen (= Tochtergeschwülste, abgesiedelte Tumore) können ebenfalls heftige Bauchschmerzen verursachen.

Schmerztherapie bei Bauchschmerzen (chronische)

Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Bauchschmerzen, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Chronische Bauchschmerzen erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzkliniken, Schmerzzentren) angeboten werden können. Bei chronische n Bauchschmerzen sind dies: 

  1. Information über die Erkrankung
  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, evtl. auch Spasmolytika (= krampflösende Mittel), schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.Lokalanästhetika) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. auch rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter    
  4. Akupunktur (Schmerzakupunktur)
  5. Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden), oder auch Hochtontherapie. 
  6. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
  7. Diätetische Maßnahmen entspr. der Ursache
  8. Evtl. Physiotherapie (z.B. Kolonmassagen)

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) bei Bauchschmerzen (chronische)

Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte Triggerpunktbehandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte in der entsprechenden Head Zone (= eine über das zugehörige Rückenmarksegment laufende Querverbindung zu dem zugeordneten inneren Organ) am Ba uch infiltriert, wodurch es neben der erwünschten Schmerzstillung zu einer Entkrampfung und damit Durchblutungssteigerung der zugehörigen Ei ngeweide kommt.

Eine sehr hilfreiche und effektive Therapiemethode ist bei Bauchschmerzen die kontinuierliche epidurale (= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter
Neben der erwünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung ist ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil, daß bei dieser Therapie, sozusagen als Nebeneffekt, auch der Grenzstrang
(= paarige Nerven stränge des unwillkürlichen Nervensystems neben der Wirbelsäule) mit einbezogen wird, so daß es gleichzeitig zu einer erheblichen Durchblutungssteigerung kommt, die jeder entzündlichen Schmerzursache (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) fast schon kausal (= auf die Ursache gerichtet) entgegenwirkt. 
Auch bei Verwachsungen ist die sympathikolytische
(= gefässerweiternde und damit durchblutungssteigernde) Nebenwirkung hilfreich, indem die entstandenen, bradytrophen (= mit vermindertem Stoffwechsel einhergehenden) Gewebsbereiche besser durchblutet werden und es dadurch zu einer Optimierung der gestörten Mikrozirkulation kommt. Nach einer schon älteren englischen Studie konnten damit z.B. bei Morbus Croh n zu einem hohen Prozentsatz die oben erwähnten chirurgischen Eingriffe wenn nicht gar vermieden, so doch erheblich hinausgezögert werden.

Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann individuell mittels Lokalanästhetikamenge (= Betäubungsmittelmenge) und -konzentration so gesteuert werden, daß die Schmerzreize aus dem gesamten Ba uchraum bei weitgehend erhaltener Motorik (= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen können. Bei der sog. kontinuierlichen epiduralen Blockade (= Betäubung) mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom Rüc ken her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko als vertretbar eingestuft werden.

Bei krebsbedingten Bauchschmerzen kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.

Bei längerfristig bestehenden Bauchschmerzen (chronische) ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

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    Unterleibsschmerz   
        Blasenschmerz    
            Oberbauchschmerz  
                Magenschmerz  

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