Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS
8-918).
Chronische BAUCHSCHMERZEN
Wer zahlt eine
erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert
Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen, zu
heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern, sofern die
Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist auch
zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder
Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".
Hinzu kommt seit dem
1.4.2007, daß alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst
aussuchen können.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die "Behandlungen
der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. Wiedereingliederung ins
Berufsleben dienen". Wenn also Ihre Rentenversicherung in diesem Sinne
laut Bescheid keinen Handlungsbedarf sieht, dann ist Ihre Krankenkasse für die
Kostenübernahme der stationären Rehabilitation zuständig. - Die Originaltexte
finden Sie hier:
Web-Seite der
Bundesregierung und
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums
Bauchschmerzen, die von den Eingew eiden ausgehen, werden als dumpf und tief im Innern des Körpers empfunden. Sie sind schlecht lokalisierbar. Für Bauchschmerzen wird manchmal auch der Begriff "Eingew eideschmerzen" verwendet. Haben Bauchschmerzen ihren Ursprung im Verdauungstrakt (= Magen /Darm), so werden sie häufiger auch als Intestinalschmerz en bezeichnet. Bauchschmerzen sind öfters von vegetativen Reaktionen (z.B. Schwitzen, Übelkeit, Pulsbeschleunigung) begleitet.
Akute (= frisch aufgetretene) Bauchschmerzen können vielerlei Ursachen haben. Meist gehen Sie von Organen des Bauchraumes aus (M agen, Da rm, Galle, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter usw.).
Folgende Krankheitsbilder sind häufiger Anlaß, wegen anhaltenden oder immer wiederkehrenden Bauchschmerzen (chronische) einen Schmerztherapeuten aufzusuchen:
Schmerztherapie bei Bauchschmerzen (chronische)
Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Bauchschmerzen, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Chronische Bauchschmerzen erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzkliniken, Schmerzzentren) angeboten werden können. Bei chronische n Bauchschmerzen sind dies:
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) bei Bauchschmerzen (chronische)
Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte Triggerpunktbehandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte in der entsprechenden Head Zone (= eine über das zugehörige Rückenmarksegment laufende Querverbindung zu dem zugeordneten inneren Organ) am Ba uch infiltriert, wodurch es neben der erwünschten Schmerzstillung zu einer Entkrampfung und damit Durchblutungssteigerung der zugehörigen Ei ngeweide kommt.
Eine sehr hilfreiche und effektive
Therapiemethode ist bei Bauchschmerzen die kontinuierliche
epidurale (= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter.
Neben der erwünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung ist ein weiterer
nicht zu unterschätzender Vorteil, daß bei dieser Therapie, sozusagen als
Nebeneffekt, auch der
Grenzstrang
(= paarige
Nerven
stränge des
unwillkürlichen Nervensystems neben der
Wirbelsäule) mit einbezogen wird, so daß es gleichzeitig zu einer erheblichen
Durchblutungssteigerung kommt, die jeder entzündlichen Schmerzursache (z.B.
Morbus Crohn,
Colitis ulcerosa)
fast schon kausal (=
auf die Ursache gerichtet)
entgegenwirkt.
Auch bei Verwachsungen ist die sympathikolytische
(= gefässerweiternde und damit
durchblutungssteigernde) Nebenwirkung
hilfreich, indem die entstandenen, bradytrophen
(= mit vermindertem
Stoffwechsel einhergehenden)
Gewebsbereiche besser durchblutet werden und es dadurch zu einer Optimierung der
gestörten Mikrozirkulation kommt. Nach einer schon älteren englischen Studie
konnten damit z.B. bei Morbus Croh
n zu einem hohen Prozentsatz die oben
erwähnten chirurgischen Eingriffe wenn nicht gar vermieden, so doch erheblich
hinausgezögert werden.
Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann individuell mittels Lokalanästhetikamenge (= Betäubungsmittelmenge) und -konzentration so gesteuert werden, daß die Schmerzreize aus dem gesamten Ba uchraum bei weitgehend erhaltener Motorik (= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen können. Bei der sog. kontinuierlichen epiduralen Blockade (= Betäubung) mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom Rüc ken her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko als vertretbar eingestuft werden.
Bei krebsbedingten Bauchschmerzen kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.
Bei längerfristig bestehenden Bauchschmerzen (chronische) ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
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Aktualisiert:>26.07.2008</>
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